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Kalorientabelle

Kalorien, Eiweiß, Kohlenhydrate und Fett für über 110 Lebensmittel – durchsuchbar und nach Kategorien filterbar. Werte pro 100 g.

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Lebensmittel Kalorien Protein KH Fett
pro 100 g kcal g g g

Warum eine Kalorientabelle nutzen?

Eine gute Kalorientabelle hilft dir, auf einen Blick einzuschätzen, wie energiedicht ein Lebensmittel ist. 100 g Gurke (15 kcal) und 100 g Mandeln (575 kcal) liefern die gleiche Menge – aber 38-mal mehr Energie im zweiten Fall. Ohne dieses Wissen ist eine Kaloriendefizit-Planung kaum zuverlässig.

Die Tabelle oben enthält die Durchschnittswerte für über 110 gängige Lebensmittel. Alle Angaben sind pro 100 g des rohen bzw. üblich verzehrten Zustands (z.B. Reis gekocht, Fleisch roh ohne Knochen). Die Werte basieren auf dem Bundeslebensmittelschlüssel (BLS) und den USDA-Datenbanken und können je nach Marke oder Zubereitung um ±10 % variieren.

So liest du die Tabelle richtig

Jede Zeile zeigt vier Werte pro 100 g:

  • Kalorien (kcal): Die Gesamtenergie. 1 Kilokalorie = 1.000 Kalorien. Auf Verpackungen in Deutschland immer in kcal angegeben (plus kJ in kleinerer Schrift).
  • Protein (g): Eiweißgehalt. Liefert 4 kcal pro Gramm. Wichtig für Muskelerhalt (Makros-Rechner).
  • Kohlenhydrate (g): Zucker + Stärke zusammen. Liefert 4 kcal pro Gramm.
  • Fett (g): Gesamtfett. Liefert 9 kcal pro Gramm – mehr als doppelt so energiedicht wie Protein und Kohlenhydrate.

Check: Protein × 4 + KH × 4 + Fett × 9 sollte ungefähr den Kalorienwert ergeben (±10 % Abweichung sind normal, weil Ballaststoffe und Alkohol hier nicht aufgeführt sind).

Welche Werte sind "viel" oder "wenig"?

Als Faustregeln für Erwachsene gelten diese Grenzwerte pro 100 g:

Nährstoffwenig (bis)viel (ab)
Kalorien40 kcal225 kcal
Fett3 g17,5 g
gesättigte Fette1,5 g5 g
Zucker5 g22,5 g
Salz0,3 g1,5 g

Quelle: UK Food Standards Agency Ampel-Empfehlung, adaptiert. Diese Werte helfen bei Verpackungs-Einordnung: 100 g Schokolade mit 50 g Zucker ist "sehr viel Zucker", 100 g Gurke mit 2 g Zucker ist "sehr wenig".

Top 10: Die eiweißreichsten Lebensmittel in unserer Tabelle

  1. Thunfisch in Wasser (Dose) – 24 g / 100 g
  2. Parmesan – 36 g / 100 g (aber auch 28 g Fett!)
  3. Hähnchenbrust – 23 g / 100 g
  4. Putenbrust – 22 g / 100 g
  5. Rindersteak – 22 g / 100 g
  6. Lachs – 20 g / 100 g
  7. Forelle – 20 g / 100 g
  8. Linsen (gekocht) – 9 g / 100 g
  9. Magerquark – 12 g / 100 g
  10. Skyr – 11 g / 100 g

Für einen Tagesbedarf von 120–150 g Protein (ausreichend für Muskelaufbau bei ~75 kg Körpergewicht) brauchst du etwa 500–700 g dieser Proteinquellen pro Tag – aufgeteilt auf 3–5 Mahlzeiten.

Top 10: Kalorienärmste Lebensmittel (unter 50 kcal / 100 g)

  1. Gurke – 15 kcal
  2. Eisbergsalat – 14 kcal
  3. Zucchini – 17 kcal
  4. Tomate – 18 kcal
  5. Spinat – 23 kcal
  6. Erdbeere – 32 kcal
  7. Brokkoli – 34 kcal
  8. Wassermelone – 30 kcal
  9. Karotte – 41 kcal
  10. Apfel – 52 kcal

Diese "Freifood"-Kandidaten kannst du in größeren Mengen essen, ohne dein Tages-Kalorienbudget zu sprengen. Gerade beim Abnehmen wertvoll: viel Volumen, hoher Sättigungseffekt, kaum Kalorien.

Versteckte Kalorienbomben

Diese Lebensmittel werden oft unterschätzt:

  • Nüsse: Eine Handvoll Mandeln (30 g) = 175 kcal. Wer "mal eben nascht", sammelt über den Tag schnell 400–600 kcal.
  • Olivenöl: 1 Esslöffel = 90 kcal. Salatdressings haben oft 3–4 EL, also fast 400 kcal ohne dass sie den Teller spürbar füllen.
  • Avocado: Eine mittlere Frucht = 250 kcal. Gesund, aber nicht "kalorienarm".
  • Trockenfrüchte: Getrocknete Aprikosen, Rosinen liefern 250–300 kcal / 100 g – 5× so viel wie die frische Frucht.
  • Müsli & Granola: Viele Sorten enthalten 400–500 kcal / 100 g; die "empfohlene Portion" von 40 g wird im Alltag oft überschritten.
  • Smoothies & Säfte: 250 ml Apfelsaft = 110 kcal. Trinken sättigt nicht, aber die Kalorien zählen voll.

Verpackungen richtig lesen

Die Nährwerttabelle auf der Verpackung ist EU-weit Pflicht. Achte auf:

  1. Bezugsgröße: Steht "pro 100 g" oder "pro Portion"? Einige Hersteller definieren Portionen bewusst klein (z.B. Kinder-Riegel "pro Riegel 25 g"), damit die Kalorienzahl niedrig wirkt.
  2. Davon Zucker: Der Gesamt-Zuckergehalt ist unter Kohlenhydrate ausgewiesen. Joghurt mit 12 g Zucker / 100 g ist kein "gesundes Frühstück" – das sind 3 Stück Würfelzucker.
  3. Davon gesättigte Fettsäuren: Hoher Anteil deutet auf verarbeitete Fette hin. Unter 1/3 des Gesamtfetts ist gut.
  4. Salz: Ab 1,5 g / 100 g ist ein Produkt "sehr salzig". Konsum unter 6 g/Tag empfohlen.
  5. Ballaststoffe: Oft nicht Pflicht, aber freiwillig angegeben. Gute Werte: über 6 g / 100 g (Vollkorn, Hülsenfrüchte).

Kalorientabelle vs. App: Was ist besser?

Tracker-Apps wie Yazio, MyFitnessPal oder Lifesum haben Datenbanken mit 1+ Million Produkten inklusive deutscher Marken (Alnatura, Rewe, Aldi). Für den Alltag sind sie präziser. Unsere Kalorientabelle ist aber besser, wenn du:

  • schnell nachschlagen willst, ohne App zu öffnen
  • Rohzutaten einschätzt (kein Barcode-Scan nötig)
  • ein Gefühl für Größenordnungen entwickeln möchtest (welche Gruppe hat welche Werte)
  • offline arbeitest oder keine Daten sammeln willst

Tipp: Kombiniere unsere Tabelle mit dem Kalorienrechner für deinen persönlichen Bedarf und dem Makros-Rechner für deine Zielverteilung.

Häufige Fehler beim Kalorienzählen

  1. Roh vs. gekocht verwechseln: 100 g Reis roh = 350 kcal, 100 g Reis gekocht = 130 kcal (Wasser aufgenommen). Immer im angegebenen Zustand wiegen.
  2. Kalorien pro Stück statt pro Gramm: Eine große Banane (160 g) hat mehr Kalorien als eine kleine (100 g). Für Präzision in Gramm tracken.
  3. Zutaten der Soße vergessen: 30 g Ketchup = 30 kcal, 30 g Mayo = 210 kcal. Die Soße ist oft kalorienreicher als das Hauptgericht.
  4. Beim Kochen Fett vergessen: 1 EL Olivenöl für die Pfanne = 90 kcal extra pro Portion.
  5. Nur Gewicht, nicht Dichte im Blick: 100 g Popcorn = 375 kcal (2 Hände voll), 100 g Kartoffel = 70 kcal (1 mittelgroße). Volumen täuscht.

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