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Kalorienverbrauch beim Schwimmen

Schwimmen ist einer der besten Ganzkörper-Kalorien-Killer. Berechne deinen Verbrauch nach Schwimmart, Gewicht und Dauer.

Schwimmen-Kalorienrechner

Wie viele Kalorien verbrennt man beim Schwimmen?

Schwimmen aktiviert nahezu alle Muskelgruppen gleichzeitig und gehört daher zu den effektivsten Ausdauersportarten überhaupt. Besonders attraktiv: Das Wasser wirkt wie eine natürliche Kühlung, wodurch man längere Einheiten ohne Überhitzung durchhalten kann. Gleichzeitig ist die Belastung für Gelenke und Wirbelsäule minimal – das macht Schwimmen perfekt für Übergewichtige, Rehabilitations-Patienten und ältere Sportler.

Kalorienverbrauch-Tabelle: Schwimmen nach Stil & Gewicht

Verbrauch in kcal pro Stunde:

Schwimmart60 kg70 kg80 kg90 kg100 kg
Sehr gemütlich288336384432480
Brust, moderat348406464522580
Brust, zügig498581664747830
Rücken, moderat420490560630700
Kraul, moderat498581664747830
Kraul, zügig588686784882980
Wettkampftempo6607708809901.100
Butterfly (Delphin)8289661.1041.2421.380
Aqua-Fitness318371424477530

Beispiel: 45 Minuten Schwimmen

  • 70 kg Person, Brust moderat → ~305 kcal
  • 75 kg Person, Kraul zügig → ~550 kcal
  • 85 kg Person, Butterfly → ~880 kcal

Welche Schwimmart verbrennt am meisten Kalorien?

Die Reihenfolge vom Kalorien-Killer zum Relax-Modus:

  1. Delphin (Butterfly): Höchster Verbrauch – ~1.000 kcal/h bei 75 kg. Anspruchsvoll, nur kurze Distanzen möglich.
  2. Kraul zügig: ~735 kcal/h bei 75 kg. Beste Balance aus Verbrauch und Durchhaltbarkeit.
  3. Rücken flott: ~712 kcal/h – schont Nacken und Schulter.
  4. Brust zügig: ~623 kcal/h – die häufigste Schwimmart in Deutschland.
  5. Aqua-Fitness: ~400 kcal/h – ideal für Einsteiger und Reha.

Schwimmen zum Abnehmen – Vorteile

  • Ganzkörper-Training: Bauch, Beine, Rücken, Schultern – fast alle Muskeln sind aktiv.
  • Gelenkschonend: Bei 75 % Eintauchung trägst du nur ~25 % deines Gewichts. Ideal bei Übergewicht oder Gelenkproblemen.
  • Herz-Kreislauf: Schwimmen senkt Ruhepuls und Blutdruck nachweislich.
  • Nach-Effekt (EPOC): Intervall-Schwimmen aktiviert den Nachbrenn-Effekt – der Körper verbrennt Stunden später noch erhöht.

Realistischer Kalorienverbrauch – Vorsicht vor Übertreibungen

Viele Schwimm-Rechner im Internet zeigen stark überzogene Werte (z.B. "1.200 kcal/h beim Brustschwimmen"). Realistische Durchschnittswerte für Hobby-Schwimmer:

  • Gelegentliches, gemütliches Schwimmen: 300–450 kcal/h
  • Regelmäßiges Brustschwimmen: 400–600 kcal/h
  • Ambitioniertes Kraul-Training: 600–800 kcal/h
  • Über 800 kcal/h nur bei Wettkampf-Athleten oder sehr schwerer Person

Die Werte in unserem Rechner orientieren sich am Compendium of Physical Activities (Ainsworth et al., 2011) und sind realistisch – keine Motivations-Schönfärbung.

Tipps für maximalen Kalorienverbrauch im Wasser

  1. Intervall-Schwimmen: 4× 100 m zügig / 50 m locker, 6–8 Durchgänge. Erhöht Gesamtverbrauch und EPOC.
  2. Technik verbessern: Wer effizienter schwimmt, kann länger im hohen Intensitätsbereich bleiben.
  3. Varianten kombinieren: 10 Min. Brust, 10 Min. Rücken, 10 Min. Kraul – statt 30 Min. stur Brust.
  4. Flossen & Paddles: Erhöhen Widerstand und damit den Energieverbrauch um 10–20 %.
  5. Kaltes Wasser: Zusätzlicher Thermogenese-Effekt, weil der Körper Körpertemperatur halten muss.

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